• Wenn ich ein Vöglein wär’
  • 1.) Häufig tut es mir sehr leid

    Wenn morgens aus dem Bett ich steige

    Dass mich schmückt kein Federkleid

    Und ich völlig nackt am Leibe.

    Nicht dass mein Körper unansehnlich

    Der Bauch schlägt keine dicken Falten

    Bin auch nicht dünn, so wie ein Strich

    Man könnte für normal mich halten.

    Muss jedoch immer daran denken

    Was zieh’ ich an, was steht mir gut.

    Wie kann ich Blicke auf mich lenken

    Verläßt mich beim Werben nicht der Mut?

    Aber wenn ich ein Vöglein wär’

    Ganz egal von welcher Art

    Dann fiele es mir gar nicht schwer

    Käme zum Flirten stets in Fahrt.

    Denn die Weibchen, die drauf warten

    Dass die nächste Brut gelingt

    Animieren Dich zu starten

    Ganz egal wie Du beringt.

     

    2.) Vieles was ich mir erträume

    Wird für mich unerreichbar bleiben.

    Komm’ ohne Leiter nicht auf Bäume

    Kann nicht mit dem Wind nach Süden treiben.

    Es ist uns Menschen nicht gegeben

    Sich von der Erde zu entfernen

    Und völlig schwerelos im Leben

    Sich zu nähern unseren Sternen.

    Gern wäre ich dem Himmel nah

    Würde dem Mond die Hände reichen

    Wüßte stets wie mir geschah

    Wenn die Lüfte über meine Federn streichen.

    Ach könnte ich doch ein Vöglein sein

    Dann brauchte ich nicht mehr zu sparen

    Wär’ zwar verhältnismäßig klein

    Könnt’ jedoch umsonst in Urlaub fahren.

    Gewitter, Hagel, Frost und Schnee

    Würde ich sehr schnell vergessen

    Weil ich irgendwo am See

    Nur in der Sonne hab’ gesessen.

     

    3.) Als stolzer Vater von zwei Kindern

    Noch mehr sind mir nicht bekannt

    Kann ich das Aussterben verhindern

    Vergrößern den Familienstand.

    Vier Enkelkinder dafür sorgen

    Dass unsere Welt nicht untergeht

    Und sich unsere Welt auch morgen

    Noch um ihre eigne Achse dreht.

    In der Natur die Tiere lachen

    Die Leistung wird nicht anerkannt

    Im Leben zwei Kinder nur zu machen

    Bei ihnen kein Verständnis fand.

    Als Vöglein feierte im Neste

    Ich jedes Jahr mit meinen Lieben

    Zahlreiche tolle Kinderfeste

    Dank der ich immer jung geblieben.

    Ließ’ mich von Töchtern und den Söhnen

    Die ich im Leben aufgezogen

    Allzu gerne dann verwöhnen

    Wär’ glücklich durch die Luft geflogen.

     

    Es grüßt alle, die meine Sehnsucht mit mir teilen

    Eure ungefiederte Wacholderdrossel Manfred

    im Oktober 2010

     

    Vöglein

    03.04.2020

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